OrgelGlanzLichter 414

Weltstars zu Gast an der Grenzing-Orgel in Iserlohn

* Bauernkirche Iserlohn *

Unsere Künstler 2022

Mittwoch, 16.03.2022


Mittwoch, 27.04.2022

Mittwoch, 19.10.2022


Mittwoch, 23.11.2022


Klangrausch und Feuerwerk 
der Emotionen 
Königin der Instrumente

OrgelGlanzLichter 414 ist eine neue, innovative Orgelreihe mit Weltstars der internationalen Orgelszene an der außergewöhnlichen Grenzing-Orgel in der eintausend Jahre alten Bauernkirche Iserlohn.

OrgelGlanzLichter 414 ? Der erste Teil des Titels der Reihe erklärt sich sicher von selbst, aber was bedeutet 414 ? Vier Konzerte, eine Orgel, vier Solisten. 

2023 kommen dann auch andere Kombinationen dazu. Orgel plus, Orgel und Chor und weitere Formate sind denkbar. Unter der künstlerischen und organisatorischen Leitung von KMD Hanns-Peter Springer und dem Gitarristen Thomas-Friedrich Kirchhoff entsteht hier eine besondere Orgelreihe in der Waldstadt Iserlohn. Die Orgel hat in Iserlohn eine lange Tradition. Schon in den 70-iger und 80-iger Jahren strahlten die Internationalen Orgeltage des damaligen Kirchenmusikdirektors Gotthard Gerber in der Obersten Stadtkirche und der von Dr. Wolfgang Besler durchgeführte Orgelsommer an der Johannes-Kirche weit über die Grenzen von Iserlohn. Der Orgelsommer endete 2021 mit der 33. Ausgabe und findet in gewisser Weise mit unseren OrgelGlanzLichter(n) eine würdevolle Fortsetzung. Wolfgang Besler wird uns mit Rat und Tat weiter unterstützen und dem Organisationsteam wertvolle Hilfe leisten.
 

Gefördert von der Familie Pütter gastieren in der ersten Saison 2022 Thomas Ospital, Frankreich, Jonathan Scott, England, Iveta Apkalna, Lettand und Thierry Escaich, Frankreich mit Aufsehen erregenden Programmen, die auch ein Publikum ansprechen, das nicht zu den regelmäßigen Besuchern von Orgelkonzerten gehört.

Die viermanualige Grenzing-Orgel (Einweihung durch Olivier Latry am 6. Dezember 2019) bietet OrganistInnen nahezu grenzenlose Spielmöglichkeiten. 
 
Lassen Sie sich fesseln von großartigen, berauschenden Klängen und beseelter Musik, die alle Emotionen wecken kann. Wir versprechen Ihnen eine außergewöhnliche Orgelreihe auf Weltniveau mit den großartigsten Künstlern der Orgel unserer Zeit. Originalkompositionen von Bach bis Liszt, überraschende Bearbeitungen symphonischer Werke und Uraufführungen eigens für Iserlohn komponierter Orgelwerke werden in den kommenden Jahren zu hören sein.
 
Neben den abendlichen Meisterkonzerten haben Studierende aus NRW am Folgetag Gelegenheit Unterricht bei den weltbekannten Künstlern zu nehmen. Durch die großzügige Förderung der Familie Pütter ist der Unterricht für ausgewählte Studierende kostenlos und kann in öffentlichen Veranstaltungen von interessierten ZuhörerInnen besucht werden.
 
Freuen Sie sich mit uns auf eine wundervolle Reise durch die Orgelmusik der Jahrhunderte, gespielt von den Besten der Besten auf einer der schönsten Orgeln Deutschlands. 
 
Herzlich Ihre
Familie Pütter – Hanns-Peter Springer – Thomas-Friedrich Kirchhoff

Mittwoch, 16. März 2022 – 19.30 Uhr (Konzert)
Donnerstag, 17. März 2022 (10h-13h - öffentl. Meisterkurs)
Bauernkirche Iserlohn - Fritz-Kühn-Platz 1 - 58636 Iserlohn

 

Thomas Ospital, Frankreich


Für das Eröffnungskonzert der neuen Orgelreihe konnte der 1990 im französischen Baskenland geborene Thomas Ospital gewonnen werden, Er begann seine musikalische Ausbildung am Konservatorium von Bayonne und erhielt 2008 den 1. Preis in der Orgelklasse von Esteban Landart. Anschließend setzte er seine Studien am Pariser Konservatorium bei musikalischen Persönlichkeiten wie Olivier Latry, Thierry Escaich, Philippe Lefebvre und Jean-François Zygel fort. Im Anschluss gewann er viele internationale Orgelwettbewerbe.

Im März 2015 wurde er zum Titularorganisten an der großen Orgel von Saint-Eustache in Paris ernannt. 2016 lud ihn die Maison de la Radio in Paris ein, erster organiste en résidence an der neuen Orgel der Firma Grenzing zu werden. Heute gehört er zu den gefragtesten Orgelsolisten weltweit mit nahezu 100 Konzerten pro Jahr.

Die Improvisation nimmt in seiner musikalischen Praxis einen breiten Raum ein, und er setzt sich dafür ein, diese Kunst in all ihrer Vielfalt zu erhalten; so widmet er sich beispielsweise intensiv der Begleitung von Stummfilmen.

Als begeisterter Pädagoge wird Thomas Ospital regelmäßig als Dozent zu Meisterkursen für Orgelliteraturspiel und Improvisation eingeladen. Seit 2017 ist er Professor für das Harmonisieren an Tasteninstrumenten am Pariser Konservatorium, wo er darüber hinaus auch Harmonielehre für angehende Tonmeister unterrichtet.

Im Konzert in Iserlohn spielt Thomas Ospital Werke von Bach, Widor, Durufle, Thierry Escaich und eine eigene Improvisation.

www.thomasospital.com

Mittwoch, 27. April 2022 – 19.30 Uhr  (Konzert)
Donnerstag, 28. April 2022 (10h-13h - öffentl. Meisterkurs)
Bauernkirche Iserlohn - Fritz-Kühn-Platz 1 - 58636 Iserlohn


Jonathan Scott, England


Für das zweite Konzert der neuen Orgelreihe konnte der britische Organist Jonathan Scott gewonnen werden. Jonathan Scott spielt ein riesiges Repertoire an Originalmusik für Orgel aus 500 Jahren, ist aber vor allem durch Aufsehen erregende Bearbeitungen symphonischer Musik bekannt geworden.

Nach dem Studium (Klavier und Orgel) an der Chetham’s School of Music und dem berühmten Royal Northern College of Music vervollständigte der in Manchester geborene Musiker seine Studien in den USA und den Niederlanden. Konzerte führen ihn in die großen Konzertsäle nahezu sämtlicher europäischen Länder, aber auch regelmäßig nach Asien.

Seine während der Corona-Pandemie gespielten Online Konzerte erreichten über vier Millionen (!) Zuhörer. Zusammen im Duo (Klavier-Orgel) mit seinem Bruder Tom Scott gewann er den ECHO 2019 (European Cities of Historical Organs).

Für sein Programm in Iserlohn hat er außergewöhnliche Werke von Bach, Mozart, Rossini und eigene Improvisationen ausgewählt.

“Scintillating – Funkelnd” The Sunday Times - www.jonathanscott.co.uk

Mittwoch, 19. Oktober 2022 – 19.30 Uhr (Konzert)
Donnerstag, 20. Oktober 2022 (10h-13h - öffentl. Meisterkurs)
Bauernkirche Iserlohn - Fritz-Kühn-Platz 1 - 58636 Iserlohn


Iveta Apkalna, Lettland

Die lettische Organistin Iveta Apkalna gilt als eine der führenden Instrumentalisten weltweit. Als Titularorganistin der Klais-Orgel in der Hamburger Elbphilharmonie eröffnete sie gemeinsam mit Thomas Hengelbrock und dem NDR Elbphilharmonie Orchester das Konzerthaus im Januar 2017. Mit ihrer 2018 erschienenen CD Light & Dark (Berlin Classics) präsentiert sie die Welterstaufnahme eines Solo-Programms an der Elbphilharmonie-Orgel. 

 

Seit ihrem Konzert mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Claudio Abbado 2007 tritt Iveta Apkalna mit den weltweit führenden Orchestern auf, ist regelmäßiger Gast bei namhaften Festivals und in den wichtigsten Konzertsälen Europas, Asiens und Nordamerikas. Im Rahmen der Eröffnungskonzerte des National Kaohsiung Center for the Arts in Taiwan weihte Iveta Apkalna im Oktober 2018 die neue Klais-Orgel ein. Dort nahm sie auch ihr Soloalbum Widor & Vierne für Berlin Classics auf, welches im Herbst 2020 erschienen ist. Seit 2019 ist sie „Artist in Residence“ der Konzertkirche Neubrandenburg, deren Instrument 2017 von der Berliner Orgelbauwerkstatt Karl Schuke und dem Bonner Orgelbauer Johannes Klais in Zusammenarbeit mit Iveta Apkalna entwickelt wurde. An dieser Orgel nahm sie ihre jüngste CD-Veröffentlichung (Berlin Classics) „Triptychon“ mit Werken von Vasks, Bach und Liszt auf. Mit der Saison 2021-2022 beginnt Iveta Apkalnas dreijährige Residenz im Konzerthaus Berlin. Des Weiteren gibt sie in der Saison 2021-2022 ihr Debüt beim Cleveland Orchestra und beim Royal Stockholm Philharmonic – beides unter der Leitung von Franz Welser-Möst.

 

Iveta Apkalna ist begeisterte Solistin für zeitgenössische Musik. Regelmäßig präsentiert sie Werke von Komponisten wie Péter Eötvös, Thierry Escaich, Ēriks Ešenvalds, Philip Glass, Naji Hakim, Arturs Maskats und Peteris Vasks. 

 

In den Jahren 2018 und 2020 erhielt Iveta Apkalna in der Kategorie „Konzert des Jahres“ den „Latvian Grand Music Award“, die höchste Auszeichnung Lettlands im Bereich Musik. Im November 2018 wurde ihr der „Drei-Sterne-Orden“, die höchste staatliche Auszeichnung des Landes durch den Staatspräsidenten verliehen. Vom lettischen Kulturministerium wurde sie zur Kulturbotschafterin Lettlands ernannt und wurde im Jahr 2005 als erste Organistin mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet.

Mittwoch, 23. November 2022 – 19.30 Uhr (Konzert)
Donnerstag, 24. November 2022 (10h-13h - öffentl. Meisterkurs)
Bauernkirche Iserlohn - Fritz-Kühn-Platz 1 - 58636 Iserlohn

 

Thierry Escaich, Frankreich


Der Komponist, Organist und Improvisator Thierry Escaich ist eine einzigartige Persönlichkeit in der zeitgenössischen Musik und einer der bedeutendsten französischen Komponisten seiner Generation. Escaich schöpft seine Inspiration aus der französischen Kompositionslinie von Ravel, Messiaen und Dutilleux. Seine Werke sind durchdrungen von Bezügen zu zeitgenössischer, volkstümlicher und spiritueller Musik.

Zu seinen neusten Werken zählen das Bratschenkonzert "La Nuit des Chants" für Antoine Tamestit im Auftrag der Niederländischen Radiophilharmonie und der NDR Elbphilharmonie sowie das Orgelkonzert Nr. 3, das im November 2017 von ihm selbst und dem Orchestre National de Lyon europaweit uraufgeführt wurde. Viele seiner Werke werden von führenden Orchestern in Europa und Nordamerika sowie von Musikern wie Lisa Batiashvili und François Leleux, Valery Gergiev, Gautier Capuçon, Paul Meyer, John Mark Ainsley und dem Quatuor Voce aufgeführt. Thierry Escaich spielt Konzerte auf allen Kontinenten, seine Programme leuchten durch die exzellente Mischung aus Originalwerken, Bearbeitungen und eigenen Kompositionen.

http://www.escaich.org

Meisterkurse

Jeweils im Anschluss an das Konzert bieten wir am Folgetag einen von der Familie Pütter geförderten, kostenlosen Meisterkurs (60 Minuten) für ausgewählte Studierende aus NRW an.

Wir bitten Lehrende der Musikhochschulen in Köln, Düsseldorf, Essen, Herford, Münster und Detmold um Vorschläge an unsere künstlerische Leiter Thomas-Friedrich Kirchhoff: info@amadeusduo.com oder Hanns-Peter Springer: springer.iserlohn@web.de (Kurzvita der KandidatInnen, Programmvorschlag, Qualifizierung)

 

Folgende Meisterkurse werden angeboten 
(jeweils 10 Uhr bis 13.00 Uhr):

 

Thomas Ospital, Frankreich - Donnerstag, 17. März 2022

Jonathan Scott, England - Donnerstag, 28. April  2022 

 

Iveta Apkalna, Lettland - Donnerstag, 20. Oktober 2022

 

Thierry Escaich, Frankreich - Donnerstag, 24. November 2022

Ort: Bauernkirche Iserlohn - Fritz-Kühn-Platz 1 - 58636 Iserlohn
Zum Einspielen steht die Schuke-Orgel in der benachbarten Obersten Stadtkirche zur Verfügung.

Die Grenzing-Orgel - 
Stilistische Vorgabe

Ein gut konzipiertes und realisiertes Instrument sollte unter Beibehaltung seines eigenen Charakters eine große Spannweite von Interpretationen ermöglichen. Dazu gehören in erster Linie die Werke von Johann Sebastian Bach.

Den Wunsch nach einem stilistisch französischorientierten Instrument haben wir gerne erfüllt. Dazu waren die Kenntnisse, die wir bei den Restaurierungen von barocken wie romantischen französischen Instrumenten gewonnen haben, eine wichtige Hilfe.

Aus diesen und anderen Wurzeln haben wir unsere eigene klangliche Stilistik übernommen und weiterentwickelt.
Die in diesem Sinne aufgesetzte Disposition wurde nach Absprache mit dem Organisten und Sachverständigen verfeinert.

Die Orgel der Bauernkirche ist im Prinzip ein mechanisches Instrument. Um dem Wunsch nach Vielseitigkeit entsprechen zu können, haben wir einige Register so gestaltet, dass sie mittels elektrischer Übertragung in den vier Manualen oder im Pedal zugänglich werden

Damit sind sie mehrfach einsetzbar, und die Klangpalette einer viel größeren Orgel kann erreicht werden.
Über den Ursprung des Namens „Iserlohn“ erfuhren wir, dass er im Niederdeutschen „Eisenwald“ bedeutet. Dies inspirierte uns dazu, den unteren Teil des Gehäuses aus Eisen anzufertigen.

(Gerhard Grenzing, El Papiol (Barcelona)